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Prof. Walter Leal
ICCIP's Director

Das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts hat gezeigt, welche Bemühungen bei der Schadensbegrenzung und Anpassung in Bezug auf Klimawandel, aber auch bei der Kommunikation, der Lehre und dem Training beim Klimawandel, noch nötig sind. Deshalb muss die Dekade 2011-2020 die "Dekade von Klimawandel Bildung, Bewusstsein und Ausbildung" werden. ICCIP wird verschiedene Projekte und viele Veranstaltungen organisieren, um dieses Ziel zu erreichen.

Entstehungsgeschichte des "Internationalen Klimawandel-Informationsprogramms"

Während der "Klima 2008", der weltweit ersten online abgehaltenen wissenschaftlichen Konferenz zum Thema Klimawandel, die vom 3. bis 7. November 2008 stattgefunden hat, wurde deutlich, dass Bedarf für ein "Internationales Klimawandel-Informationsprogramm" besteht. Die "Klima 2008" Konferenz, die im Jahr 2009 von "Klima 2009" gefolgen wird, ist eine von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg geleitete Initiative - in Zusammenarbeit mit zahlreichen nationalen und internationalen Organisationen, wie dem UNEP, der UNESCO, der WMO, dem IPCC, der FAO und vielen weiteren Einrichtungen.

Im Rahmen der "Klima 2008", einer virtuell abgehaltenen Konferenz, an der nichtsdestotrotz über 2.000 Teilnehmer aus 162 Ländern teilgenommen haben, ist deutlich geworden, dass eine globale Nachfrage nach Informationen über den Klimawandel besteht sowie ein Bedarf an Mechanismen, die ein besseres Verständnis ermöchen, was der Klimawandel bedeutet und wie er das Leben der Menschen beeinflusst. Aufgrund seiner Reichweite ist der Klimawandel als ein Prozess zu betrachten, der von vielen Variablen beeinflusst wird, wie in Abbildung 1 dargestellt. Dementsprechend darf auch die Suche nach Lösungen für die durch den Klimawandel verursachten Probleme nicht eindimensional sein, sondern muss einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen.


Abbildung 1: Auswahl variabler Faktoren, die sich auf den Klimawandel auswirken

Die Schaffung des "Internationalen Klimawandel-Informationsprogramms" ist ein konkreter Schritt in Richtung des Ziels "Klimawandel-Verstänis für alle" und unterstützt die aktuellen Bestrebungen im Rahmen der Suche nach Lösungen für die mit dem Klimawandel einhergehenden Problemstellungen - ein Anliegen, das zwar global ist, jedoch durch konkrete regionale und lokale Aktivitäten unterstützt werden muss.